Karfreitag

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Von Hanno Gerke sind diese Worte:

In unsren Tagen den Weg zu wagen

auf in eine neue Zeit;

laufen und springen, Mauern bezwingen,

dazu mache Gott bereit!

Vor schweren Türen Neugier verspüren,

auf dunklen Strecken Spuren entdecken,

Gott wird es segnen – Halleluja!

Dass andre lachen, kann uns nichts machen;

in fremden Weiten wird Gott uns leiten,

die Bahn uns ebnen – Halleluja!

 

Von Angst und Schmerzen in unsren Herzen,

Altem, das gefangen hält,

hat Gott verheißen uns loszureißen:

Ziel ist seine neue Welt.

Wenn wir schwer tragen, wenn wir versagen,

wo uns Barrieren den Weg verwehren,

reicht uns Gott die Hände – Halleluja!

Jetzt also starten, nicht länger warten!

In allen Dingen lässt Gott gelingen

Anfang und Ende – Halleluja!

Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Karfreitag.

Das Umfeld ist wichtig

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Das mache ich jeweils mit dieser Geschichte deutlich: Der Rabbiner in einer kleinen Ortschaft legt wenig wert auf sein Äusseres. Da stellt ihn der Gemeindevorstand einmal zur Rede: “Es schickt sich doch nicht, Herr Rabbiner, das sie in einem solch schäbigen Anzug herumlaufen!” “Aber ich bitte sie”, erwidert der Rabbiner. “Hier kennt mich doch jeder!”

Bald darauf trifft der Gemeindevorstand den Rabbiner zufällig in Wien, und der Rabbiner trägt denselben schäbigen Anzug. Da wird der Gemeindevorstand zornig: “In Zloczow gehen sie so schäbig herum, weil jeder sie kennt. Aber in Wien?” Worauf der Rabbiner gelassen erwidert: “Hier kennt mich doch niemand!”

Zitat

Der Jude Jonathan Magonet schreibt:

 

“Gewalt und Zerstörungswut sind die Kehrseite von Heiligkeit und Glaube. Und Religion kann jeder der beiden Seiten dienen. Sie kann für das Gute und für das Böse eingesetzt werden. Deshalb brauchen wir die Worte der Propheten.”

Als Christ würde ich hier ergänzen: Deshalb brauchen wir die Worte der Propheten und das Evangelium von Jesus Christus.

Und Jonathan Magonet schreibt weiter:

“Sie fordern uns zur Selbstprüfung und Selbstkritik heraus. Sie rufen uns auf, unser Tun an den besten Werten unserer Überlieferung zu messen. Sie fordern aber auch, dass wir mit Nüchternheit und Aufrichtigkeit unsere gegenwärtige Situation in unserer Gesellschaft betrachten.”

(Aus: Jonathan Magonet, Mit der Bibel durch das jüdische Jahr (GTB 1443), Gütersloh 1998, Seite 93)

Einsicht