Das auf jeden Fall

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In einer nordfriesischen Zeitung (Nordfriesisches Tagblatt vom 24. Januar 2012) habe ich einen Artikel gelesen mit der Überschrift “Zum Lachen in die Kirche gehen”. Dieser Titel ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Keine schlechte Motivation für den Kirchgang, wenn im Gottesdienst neben Anderem auch gelacht werden kann.

Mir ist das ganz persönlich wichtig. Ich bereite meine Gottesdienste so vor, dass es auch immer etwas zum Lachen darin hat. Lachen tut gut, das weiss mittlerweile jedes Kind. Lachen öffnet den Horizont und macht glücklich. Und ehrlich gesagt, ein Gottesdienst soll neben allen anderen Absichten immer auch glücklich machen.

Machen Sie sich stark dafür, dass wir in unseren Gottesdienst immer wieder auch etwas zum Lachen haben. Ich bin sicher: ER lacht mit!

Immer schräger – immer verrückter

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Manchmal wäre es schon schön, ich hätte in der Seelsorge Zauberkräfte. Gut, vielleicht habe ich sie auch? Wer weiss. Aber diese Geschichte von Rabbi Mendel Menachem gefällt mir:

Rabbi Mendel hörte, dass ein anderes Oberhaupt der Chassidim Tote ins Leben zurückrufen könne. Darauf sagte er: “Was mich betrifft, mir genügt es vollauf, wenn meine Anhänger von mir erzählen, dass ich die Lebenden zum wahren Leben bringen kann.

In meiner Sammlung

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Diese Geschichte hilft in in vielen verschiedenen Lebenssituationen. Sie hilft, wenn ich in meinem Denken völlig einseitig blockiert bin. Sie überrascht und regt zum Finden eigener Überraschungen an:

Einmal verschaffte sich ein Dieb Zutritt zu Nasrudin’s Haus und schaffte so viele Dinge fort, wie er tragen konnte. Nasrudin hatte den Dieb jedoch bemerkt und folgte ihm, nachdem er auch den Rest seiner Habseligkeiten zusammengepackt hatte. Als er Dieb zu Hause angekommen war, klopfte Nasrudin an dessen Tür. Der Dieb öffnete erschreckt und fragte unfreundlich: “Was suchst du hier, Nasrudin?” Darauf entgegnete Nasrudin: “Ich denke ich bin gerade in dieses Haus umgezogen und hier bringe ich den Rest meiner Sachen.”

Die Bahn wird immer teurer

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Natürlich hören wir auch solche Klagen bei uns. Ich erzähle dann jeweils diese Anekdote von Leo Slezak (1873 bis 1946). Er war ein berühmter Schauspieler und Sänger in Wien:

Auf dem Weg zur Bühnenprobe trifft ein bekannter den gewichtigen Tenor Leo Slezak. Dieser sitzt auf einem Pferd und reitet gemächlich dahin, unberührt vom Wiener Strassenverkehr. Am Halfter führt er ein zweites Pferd.

“Reitest du neuerdings zur Probe?”, fragt ihn der Bekannte.

“Was soll man schon machen!” antwortet Leo ruhig und gelassen von seinem Pferd herunter. “Sie haben ja schon wieder die Strassenbahntarife erhöht.”

“Ja, aber was machst du denn mit dem zweiten Pferd?”

“Dass dir das nicht klar ist!” gibt Leo Slezak pathetisch mit bühnenreifer Bewegung seiner Hand zur Antwort: “Ich muss doch am Schlosspark umsteigen!”

Konsequent und sonnenklar

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Nachdem Winston Churchill im Ersten Weltkrieg sämtlicher Ämter enthoben worden war, galt er allgemein für politisch erledigt. Da erbarmte sich George Bernhard Shaw seiner und schickte dem gestürzten Politiker zwei Freikarten zur Premiere seines neuesten Stückes mit den Worten: “Anbei überreiche ich Ihnen zwei Karten; eine für Sie selbst und die andere für einen Freund, falls Sie noch einen haben.”

Churchill sandte die Karten zurück und schrieb dazu: “Leider bin ich verhindert, zur Premiere zu kommen. Darf ich Sie bitten, mir zwei Karten für die zweite Vorstellung zu überlassen – falls eine solche stattfinden sollte?”

Beispiele können auch in die Hosen gehen!

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Als Theodore Roosevelt im Jahr 1901 für die Republikaner kandidierte, wurde er bei einer Wahlversammlung durch einen Zwischenrufer unterbrochen: “Mich überzeugen Sie nicht. Ich bin Demokrat.”

Freundlich fragte Roosevelt, warum der Störer Demokrat sei. Dieser antwortete, dass schon sein Großvater und sein Vater Demokraten waren. Darauf sagte Roosevelt: “Schön, also gesetzt den Fall, ihr Grossvater war ein Esel und ihr Vater war auch ein Esel. Was wären sie dann?”

Mit dieser Frage hatte Roosevelt die Lacher auf seiner Seite, doch da kam eine Antwort, mit der er nicht gerechnet hatte: “Dann wäre ich ein Republikaner.”